Erste Auszahlung Aufarbeitungshilfe 2020 - FBG-Sammelantrag - erfolgt!

17.02.2021


Die Fördergelder des ersten Sammelantrages wurden Anfang Februar 2021 an alle Mitglieder der FBG Vorderer Hotzenwald ausgezahlt. 

Der zweite Sammelantrag für die Aufarbeitungshilfe 2020 soll Mitte April gestellt werden. 

  • Falls Sie ihr im Jahr 2020 angefallenes Schadholz (sowohl Stamm- als auch Brennholz) nocht nicht geltend gemacht haben, setzten Sie sich bitte bis zum 01. April mit dem für Sie zuständigen Revierleiter in Verbindung. 

Hier werden Sie zu den nötigen Formularen geleitet. 

 

Presse

Protokoll der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald am 13.Oktober 2020 in  der Sabine-Spitz-Halle in Murg-Niederhof

 

Beginn:           19:10 Uhr

Ende:              21:30 Uhr      

 

Teilnehmer:   60 Mitglieder

  1. Vorsitzender Adrian Schmidle         
  2. Vorsitzender Denis Schimdle
  3. Geschäftsführer Reiner Hegar
  4. Leiter Forstbezirk West Markus Rothmund
  5. Steuerberater Hannes Probst    
  6. Geschäftsführer WGS Norbert Schwarz
  7.  Georg Freidel, LRA Waldshut Untere Forstbehörde
  8.  Revierleiter Karl-Ulrich Mäntele, Manuel Nägele, Wolfgang Walz, Gabriel Hieke
  9. Trainee Herr Wiegert
  10. Presse Herr Herbrig

 

  1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Adrian Schmidle

 

Begrüßung der Mitglieder sowie der forstlichen Vertreter durch den 1. Vorsitzenden Adrian Schmidle mit Hinweis auf die Einhaltung der Corona-Hygieneregeln

 

  1. Bericht des 1. Vorsitzenden

 

Herr Schmidle verweist auf die Gründe (Coronapandemie) der für das Frühjahr 2020 geplanten und in den Herbst 2020 verschobenen FBG-Sitzung.

Gleichzeitig gibt er einen Ausblick auf die heutige Tagesordnung und die einzelnen Berichte im Hinblick auf die aktuelle Waldsituation.

 

  1. Bericht des Geschäftsführers

 

Herr Hegar verweist auf die etablierten Strukturen der Waldgenossenschaft Südschwarzwald und den Vorteil im Hinblick auf den zentralisierten Holzverkauf, den die WGS ihren Mitgliedern bietet. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den Umstand, dass es trotz der sehr angespannten Lage auf dem Holzmarkt möglich ist, das eingeschlagene Holz abzusetzen.

 

  1. Rechnungslegung 2019/20 durch Steuerberater Hannes Probst

 

2019:

FGB Umsatz 2019: 12.000 EUR

Ausgaben 2019: 32.000 EUR

Verlust: 20.000 EUR

Dieser Verlust wird jedoch durch den anvisierten Umsatz in 2020 wieder wettgemacht, so dass insgesamt für beide Wirtschaftsjahre eine schwarze Null zu erwarten ist.

 

           

  1. Entlastung des Vorstandes

Den Vorsitz übernimmt Norbert Schwarz und bittet um Entlastung des Vorstandes.

Entlastung des Vorstandes durch die Mitglieder mit einer Enthaltung.

 

  1. Wahlen des gesamten Vorstandes

Vorschlag Neuwahl des Geschäftsführers: Es wird Manuel Nägele als Nachfolger von Reiner Hegar vorgeschlagen.

Es gibt keinen Gegenkandidaten und Manuel Nägele wird einstimmig zum neuen Geschäftsführer gewählt.

 

Adrian Schmidle und Denis Schimak stellen sich zur Wiederwahl.

Adrian Schmidle wird einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Denis Schimak wird einstimmig zum 2. Vorsitzenden gewählt.

 

  1. Verabschiedung des Geschäftsführers Reiner Hegar

 

Herr Schmidle blickt auf die gemeinsamen erfolgreichen Jahre mit dem Geschäftsführer Reiner Hegar zurück und verliest einen Brief des ehemaligen 1. Vorsitzenden der FBG VH, Herrn Georg Keller aus Rickenbach, in dem er Herrn Hegar für seine Tätigkeit als Geschäftsführer der FBG dankt.

Als Dank wird ein Aquarellbild des Künstlers Stefan Bergmann aus Murg überreicht.

Herr Hegar bedankt sich bei den anwesenden Mitglieder*Innen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen in den zurückliegenden 21 Jahren.

 

  1. Verabschiedung des Haushaltsplanes

 

Herr Hegar berichtet über den aktuellen Haushaltsplan. Auf Grund des Holzverkaufs über die WGS hat die FBG VH keine größeren Ein- bzw. Ausnahmen zu versuchen.

Geplante Einnahmen: 4500€

Geplante Ausgaben: 5000€

Somit ergibt sich ein geringer Überschuss in Höhe von 500 EUR.

Der Haushaltsplan wird einstimmig angenommen.

 

  1. Waldschäden durch Klimawandel

 

Herr Rothmund berichtet in Vertretung von Herrn von Gilsa über die aktuellen Waldschäden durch den Klimawandel. Das Kreisforstamt Waldshut betreut 55.000 ha Wald, verteilt auf 18.300 Waldbesitzer. Der derzeitige Holzvorrat beträgt ca. 20 Mio Vfm. Durch die Kalamität wurden seit 2018 ca. 1,4 Mio Fm Holz eingeschlagen, die dadurch entstandene Kalamitätsfläche beträgt ca. 3.500 ha.

Konkret stellt Herr Rothmund den sogenannten Entscheidungsbaum mit verschiedenen Prioritätsstufen der erforderlichen Eingriffe dar, die die Forstverwaltung zum Handeln zwingt.

Ferner stellt Herr Rothmund die aktuell größte Schadfläche durch Borkenkäferbefall in Baden Württemberg vor. Diese befindet sich in Oberalpfen. In diesem Zusammenhang präsentiert er die Entwicklung des Käferholzeinschlages in den Jahren 2018 – 2020.

Diese Entwicklung führte zu massiven Vermögensverlusten bei den betroffenen Waldbesitzern bei gleichzeitig schwierigem Holzabsatz.

 

  1. Verkehrssicherungspflicht im Privatwald

Herr Rothmund weist darauf hin, dass private WBS eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht entlang von Straßen und Bebauung haben. Innerhalb des Waldes gehört diese Gefahr zu den allgemeinen Gefahren des Waldes.

Seit 01.01.2020 wird im Kommunalwald die Verkehrssicherung regelmäßig (alle neun Monate) durch einen Verkehrssicherungstrupp durchgeführt. Diese Leistung kann auch durch Privatwaldbesitzer in Anspruch genommen werden.

 

  1. Wegebau

Herr Rothmund weist darauf hin, dass Wegebaumaßnahmen (Fahrwegeneu- und -ausbau bzw. Maschinenausbau und durchgängig befestigte Maschinenwege) ausgleichspflichtig sind. Es darf unter keinen Umständen belastetes Material eingebaut werden, d.h. nur unbelastetes, natürliches Material ist für den Wegebau im Wald zulässig.

 

  1. Modellgebiet Südschwarzwald

Herr Rothmund stellt das Modellgebiet Südschwarzwald vor. Ziel dieses Modells ist eine schnelle Hilfe für geschädigte Waldbesitzer.

 

  1. Holzmarktsituation und Perspektiven (Norbert Schwarz von der WGS)

 

Das Jahr 2019 war geprägt durch große Mengen an Sturm- und Käferholz. Herr Schwarz stellt die einzelnen Firmen vor, an die die WGS das Holz der Waldbesitzer verkauft hat.

Im Jahr 2020 konnten bisher 95% ( rund 29.800 Fm) des angefallenen Holzes verkauft werden.  

Insgesamt konnten auch rund 10.000 Fm in den Fernabsatz (Export) gebracht werden.

Herr Schwarz verweist darauf, dass der Holzmarkt derzeit wieder aufnahmefähig ist, allerdings kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussage für das nächste Jahr getroffen werden. Wichtig: das Holz muss bis Anfang Dezember angedient sein und wer zuerst kommt, verkauft zuerst. Derzeit soll kein Frischholz (Nadelstammholz) eingeschlagen werden, da keine guten Preise erzielt werden können.

Papierholz (2 m) kann eingeschlagen werden, größere Mengen mit RL abstimmen. Aktuell wurde ein neuer Vertrag mit der Firma Gutex abgeschlossen mit einem Erlös von 10 EUR pro Fm.

Grundsätzlich ist vor Beginn der Hiebsmaßnahme Rücksprache mit den RL zu halten.

 

  1. Fördermöglichkeiten (Georg Freidel)

 

Herr Freidel verweist auf den Sammelantrag 2019, der in Zusammenarbeit mit der FBG VH Ende des vergangenen Jahres gestellt werden konnte.

Stand Aufarbeitungshilfe 2019: Die Anträge können noch bis 31. Oktober 2020 gestellt werden. Die Bagatellgrenze in Höhe von 250 EUR pro Einzelantrag bleibt bestehen. Bearbeitung auf Grund des zunächst hohen Zeitdrucks, der Verwaltungsreform und des signifikanten Personalwechsels nicht in der üblichen, stringenten Form möglich.

Die aktuellen Förderanträge können unter www.foerderung.landwirtschaft-bw.de heruntergeladen werden.

In den neuen Förderrichtlinien findet sich jetzt auch eine Förderung für Extremwetterereignisse (Sturm, Dürre, Schädling), die mit 6 EUR pro Fm vergütet wird.

Herr Freidel hebt die Vorteile des Sammelantrages hervor. Demnach sind nur zwei Dokumente erforderlich (Einverständniserklärung und Holzliste), um einen Antrag zu stellen.

Im weiteren Verlauf der Präsentation stellt Herr Freidel den Einzelantrag vor und verweist auf das Erfordernis einer UN (Unternehmensnummer).

 

  1. Diskussionsbeiträge, Wünsche und Anträge

Es wurden keine wesentlichen Beiträge eingebracht.

Die Versammlung wird sodann durch den 1. Vorsitzenden beendet.

 

Denis Schimak,

Murg-Niederhof, 13.10.2020